Magda Grünenwald

Rechtsanwältin, Business Coach & Beraterin, General Counsel

Magda Grünenwald ist seit über 12 Jahren als Rechtsanwältin, Beraterin und zertifizierte Coach in der Tech-Szene, Mittelstand und sozialen Bereich aktiv. 

Sie durchlief unterschiedliche Stationen bei Tech-Unternehmen und Kanzleien. Derzeit leitet sie die Rechtsabteilung des Robotics-Startups Wandelbots und arbeitet mit ihrer Firma Transition.Training.Tech als Beraterin, Coach und KI-Trainerin. 

Sie begeistert sich für Legal-Tech und KI in der Rechtsberatung, Teams mit KI-Kultur und Female Empowerment.

Interview

Wir stellen regelmäßig Legal Influencer und Vorbilder auf dem Rechtsmarkt in einem Interview vor. Damit wollen wir spannende Persönlichkeiten aus der Rechtsbranche sichtbar machen und einen Mehrwert für alle schaffen.

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Magda, wie kamst du zur Rechtsbranche und was sind deine Erfahrungen damit?

Ursprünglich wollte ich „was mit Medien“ machen, nachdem sich aber während meines Studiums der Kommunikationswissenschaften und Psychologie die Medienlandschaft durch Social Media und Free Content grundlegend veränderte, entschied ich mich für ein Jurastudium. Die juristische Ausbildung habe ich dann ehrlich gesagt schnellstmöglich beendet, weil mir relativ schnell klar war, dass ich in die juristische Praxis in Verbindung mit einer pragmatischen und lebensnahen Beratung wollte. Mit diesem Ansatz bin ich dann eher zufällig in die Startup- und Techwelt reingerutscht und habe mich dort sehr wohlgefühlt. 

In 2020 habe ich dann für mich realisiert, dass mir die Rechtsberatung alleine nicht reicht und ich habe mich als Business Coach weitergebildet und bin biete seither Karriere Coaching für Juristinnen und Team Workshops an.

Was machst du beruflich und warum hast du dich für diesen Weg entschieden?

Mich hat ein ganzheitlicher Ansatz für die Lösung von Problemen immer interessiert, weil ich glaube, dass sie den meisten Mehrwert in der Praxis bringen kann. Heute mache ich das als Leiterin einer Rechtsabteilung im Deep Tech Bereich und auch „rechtsfremd“ als zertifizierte Coach und Trainerin. Mich freut es zu sehen, dass Themen wie New Work, KI und Coaching nun auch endlich in (fast) allen Bereichen der Rechtswelt betrachtet werden.

An einer Inhouse Legal Position finde ich besonders reizvoll, dass man eng crossfunktional zusammenarbeitet und in Eigeninitiative globalere, und nicht nur rein rechtliche Projekte vorantreiben kann, wie etwa aktuell im KI-Strategie-Bereich.

Wie machst du deine Themen sichtbar? Wen oder was möchtest du damit erreichen?

Ganz ehrlich: Ich muss oft schauen, dass ich nicht zu viele Themen auf einmal bespiele, weil mich Vieles interessiert und beschäftigt. Aktuell liegt mein Fokus auf KI-Praxis in der Rechtsberatung, KI-Einsatz in Teams und Female Empowerment. Ich bin auf Linkedin aktiv, gehe gerne zu Netzwerkveranstaltungen unterschiedlicher Art und bin als Speakerin engagiert.

Ich möchte damit Rechtsberater:innen, Teams und Führungskräften hoffentlich wertvolle Insights geben und Denkanstöße liefern. Besonders am Herzen liegt mir dabei die Förderung von Frauen im Rechtsmarkt und ein wirksamer und verantwortungsvoller Einsatz von Technologie, der auch Spaß macht.

Wenn du etwas an der Rechtsbranche verändern könntest, was wäre das? Was ist aus deiner Sicht dazu nötig?

Ich hoffe sehr, dass die Vermittlung von KI-Kompetenzen schnell Eingang in die juristische Ausbildung findet. Wenn ich aber sehe, dass die einzige große Sache, die sich seit meinem Examen geändert hat, die Tatsache ist, dass man jetzt mit dem Computer Klausuren schreiben darf, schmälert das meine Hoffnung etwas. Daher wäre mein Appell an alle Jurist:innen: Holt euch die KI-Kompetenzen selbst und verschiebt das nicht auf später.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast!